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Welttournee

Arbon Behramay

DE · 2011 · DVD · 1 min

Festival 2011

Wozu ist Bus fahren gut? .........Um jemanden kennenzulernen, um ohne Ticket ein Fußballspiel anzuschauen, um etwas zu transportieren, zum Beispiel: Musik - Instrumente.................. So die Titel der vier ausgewählten kurzen Trickfilme und Video - Clips, die derzeit auf den Displays der Busse des Reutlinger Stadtverkehrs zu sehen sind. Sie wurden von Schülerinnen und Schüler der Eduard-Spranger-Schule, einer Grund-und Hauptschule mit Werkrealschule in einem sogenannten sozialen Brennpunktgebiet in Reutlingen zwi- schen April und Juli 2011 produziert. Beteiligt waren insgesamt 30 Kinder und Jugend- lichen, zwischen 11 und 16 Jahren, die aus 12 unterschiedlichen Ländern kommen, hier in der Kooperationsklasse Deutsch lernen und so etwas wie eine neue Heimat finden. Mit Hilfe von kreativer Medienarbeit werden hier Jahrgang- und Klassen übergreifend neue Bildungskonzepte vorangebracht, die seit Herbst 2008 von der Landesanstalt für Kommunikation Baden Württemberg (LfK) mit dem von der Schule hervorgebrachten Programm „EDE“ (Erziehung durch eigenverantwortliche Mediennutzung) gefördert wer- den. Ziel ist es, den Schülern Medienkompetenz zu vermitteln und sie zu einem kreati- ven und kulturellen Umgang mit neuen und herkömmlichen Medien hinzuführen. Mit großem Erfolg konnte die Schule schon mehrere Jahre lang im Rahmen von „JugendArt“, einer jugendkulturellen Veranstaltungsreihe der Stadt Reutlingen die Prä- sentation ihrer Arbeiten öffentlichkeitswirksam nutzen und eine Plattform finden, um außerhalb der Schule Aufmerksamkeit für ihre neuen Medienprodukte zu finden. Diesen Sommer laufen die Clips in 30 von 90 Stadtverkehrsbussen und werden an verschie- denen Haltestellen mit Live-Acts wie Pacour-Einlagen, Percussiongruppen und/oder Live-Musik Darbietungen aus der jugendkulturellen Szene ergänzt. Eine außergewöhnliche Partnerschaft mit der Schule und dem städtischen Busunter- nehmen (Schule trifft mittelständisches Unternehmen) ermöglichen schließlich diese attraktive und innovative Art der Präsentation. Die Trickfilme und Video - Clips, die etwas mit dem Thema „Bus fahren“ zu tun haben sind alle in den Köpfen der Schüler entstanden, geben kurze Einblicke aus ihrem Lebensalltag und finden in der knappen und reduzierten Legetechnik des Trickfilmkof- fers sowie den Fotomontagen ihre ganz eigene Ästhetik für eine Wiedergabe auf den Monitoren der Stadtverkehrsbusse. Neben einem ganz eigenwilligen Stück Alltagskultur geben sie diesen Schülern mit ihren spannenden Einwanderungsgeschichten eine ganz große Portion an Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Petra Hermansa Juli 2011