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Deutscher Wettbewerb

Fluch des Pharaos

Midas Kempcke

DE · 2010 · DVD-ROM · 2 min

Festival 2011

Vor langer, langer Zeit lebte in Ägypten ein mächtiger Pharao. Als er befürchtet, dass ein Grabräuber seine Pyramide ausrauben will, lässt er sich von seinen Dienern in einer Sänfte zur Sphinx tragen und schaut dort, ob alles in Ordnung ist. Mit dem Zauberschlüssel öffnet er die Sphinx und mit der magischen Formel „Morakonsulia“ zaubert der Pharao den Sarkophag mit dem Mumienskelett - dem Geist des letzten Pharaos - heraus und befiehlt ihm, jeden Grabräuber zu töten, der in die Sphinx eindringen will. Weitere Diener auf Kamelen bringen dem Pharao die Zauberskorpione. Der Pharao versteckt sie in der Pyramide, um mit ihnen den Grabräuber zu erschrecken. Kurze Zeit später nähert sich tatsächlich der Grabräuber und führt Böses im Schilde!!! Dummerweise kennt er den geheimen Knopf an der Pyramide, mit der er die Geheimtür öffnen kann. Als er eine Treppe hinaufsteigt, verwandelt sie sich plötzlich in eine Falltreppe und bringt den Grabräuber zu Fall. Er lässt sich aber nicht entmutigen und versucht es auf der anderen Seite der Pyramide. Aber erneut scheitert er erbärmlich: Mit einem „Sesam-öffne-dich –Zauber“ gelangt er über eine weitere Treppe in das Innere der Pyramide und fällt durch eine Falltür auf eine Rutsche, die ihn wieder aus der Pyramide schleudert. Unverdrossen versucht er noch mal einen „Sesam-öffne-dich-Zauber“ und glaubt schon, die Schätze gehörten ihm. Doch plötzlich jagen ihn die Zauberskorpione fort. Schreiend flüchtet der Grabräuber. Noch immer gibt er nicht auf und will in das Innere der Sphinx, weil er glaubt, dass auch dort Schätze sein könnten. Er ruft: „Sphinx, gib mir den Eintritt frei“. Und wirklich: Das Mumienskellett – der Geist des letzten Pharaos – tritt heraus und sendet mit seinem Krummstab einen magischen Strahl auf den Körper des Grabräubers, verwandelt ihn zuerst in ein Skelett und am Ende löst sich der Grabräuber in Luft auf! ENDE!

A Single Duet

Kai Stoeckel

DE · 2010 · DVD · 10 min

Festival 2011

Der stumme obdachlose Karl führt ein armseliges Leben am Flughafen. Bis er eines Tages ein ihm bekannte Stimme hört - es ist seine Tochter! Zusammen mit Mutter und ihrem neuen Freund spazieren sie Richtung Check-In. Karl nimmt die Verfolgung auf. Er plumpst über seinen noch schlafenden Freund Konrad und versteckt sich in sicherer Entfernung hinter einer Säule. Die Tochter entdeckt ihn, in Gebärdensprache unterhalten sich die zwei ohne, dass die Mutter was davon mitbekommt. Sophie hat ihren Papa vermisst. Mit einem Trick können zwei Freunde von Karl Mutter und Sophie für einen Augenblick trennen und führen Sophie direkt zu Karl. Der hat sich zurecht gemacht und genießt die gemeinsame Zeit. Währenddessen wird Timo, der neue Freund der Mutter, ungeduldig. Er fordert Karls Freund auf, sie wieder zurück zu führen. Dann ergreift er Eigeninitiative und geht zusammen mit der Mutter auf die Suche nach Sophie. Die schaut ihrem Papa zu, wie er pantomimisch Geige spielt, eine Leidenschaft, die die beiden verbindet. Als sie bemerkt, dass ihre Eltern sie suchen, läuft sie mit Karl in ein Versteck. Doch Karl versteht, wie sehr die neue Familie sie braucht und wie sehr Sophie sie braucht. Er verabschiedet sich von Sophie, die wehmütig zu ihren Eltern geht. Karl streicht über einen alten Geigenkoffer. In die Geige steckt er den Wirbel, den Sophie bei sich getragen hatte. Neuen Mutes steht er auf und verlässt den Flughafen.

Welttournee

Arbon Behramay

DE · 2011 · DVD · 1 min

Festival 2011

Wozu ist Bus fahren gut? .........Um jemanden kennenzulernen, um ohne Ticket ein Fußballspiel anzuschauen, um etwas zu transportieren, zum Beispiel: Musik - Instrumente.................. So die Titel der vier ausgewählten kurzen Trickfilme und Video - Clips, die derzeit auf den Displays der Busse des Reutlinger Stadtverkehrs zu sehen sind. Sie wurden von Schülerinnen und Schüler der Eduard-Spranger-Schule, einer Grund-und Hauptschule mit Werkrealschule in einem sogenannten sozialen Brennpunktgebiet in Reutlingen zwi- schen April und Juli 2011 produziert. Beteiligt waren insgesamt 30 Kinder und Jugend- lichen, zwischen 11 und 16 Jahren, die aus 12 unterschiedlichen Ländern kommen, hier in der Kooperationsklasse Deutsch lernen und so etwas wie eine neue Heimat finden. Mit Hilfe von kreativer Medienarbeit werden hier Jahrgang- und Klassen übergreifend neue Bildungskonzepte vorangebracht, die seit Herbst 2008 von der Landesanstalt für Kommunikation Baden Württemberg (LfK) mit dem von der Schule hervorgebrachten Programm „EDE“ (Erziehung durch eigenverantwortliche Mediennutzung) gefördert wer- den. Ziel ist es, den Schülern Medienkompetenz zu vermitteln und sie zu einem kreati- ven und kulturellen Umgang mit neuen und herkömmlichen Medien hinzuführen. Mit großem Erfolg konnte die Schule schon mehrere Jahre lang im Rahmen von „JugendArt“, einer jugendkulturellen Veranstaltungsreihe der Stadt Reutlingen die Prä- sentation ihrer Arbeiten öffentlichkeitswirksam nutzen und eine Plattform finden, um außerhalb der Schule Aufmerksamkeit für ihre neuen Medienprodukte zu finden. Diesen Sommer laufen die Clips in 30 von 90 Stadtverkehrsbussen und werden an verschie- denen Haltestellen mit Live-Acts wie Pacour-Einlagen, Percussiongruppen und/oder Live-Musik Darbietungen aus der jugendkulturellen Szene ergänzt. Eine außergewöhnliche Partnerschaft mit der Schule und dem städtischen Busunter- nehmen (Schule trifft mittelständisches Unternehmen) ermöglichen schließlich diese attraktive und innovative Art der Präsentation. Die Trickfilme und Video - Clips, die etwas mit dem Thema „Bus fahren“ zu tun haben sind alle in den Köpfen der Schüler entstanden, geben kurze Einblicke aus ihrem Lebensalltag und finden in der knappen und reduzierten Legetechnik des Trickfilmkof- fers sowie den Fotomontagen ihre ganz eigene Ästhetik für eine Wiedergabe auf den Monitoren der Stadtverkehrsbusse. Neben einem ganz eigenwilligen Stück Alltagskultur geben sie diesen Schülern mit ihren spannenden Einwanderungsgeschichten eine ganz große Portion an Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Petra Hermansa Juli 2011

It's spotting

Thu-Oanh Do Ngoc

DE · 2010 · DVD · 1 min

Festival 2011

Beschreibung zu „It’s spotting“ (1:42 min.) Gedacht habe ich mir vieles, aber habe es dennoch sehr kurz gefasst. Mich hat das Thema „Einsamkeit“ (+ in der Großstadt) beschäftigt. Ich kam zum Entschluss, die Aussage durch ein nonverbales Video zu verschleiern. Nach dem Schauen des Kurzfilms sollte jeder Einzelne nachdenken und begreifen um was es eigentlich geht. Denn Einsamkeit sieht man auch nicht auf den ersten Blick. Das soziale Problem des Einzelnen ist eigentlich ein allgemeines Problem, womit aber jeder alleine damit klar kommen muss. Die Einbeziehung der Obdachlosen soll eine Anspielung auf das sozialpolitische Problem unserer Gesellschaft sein. Es herrscht in unserem Alltag, und wir schauen uns gar nicht mehr erst an oder bemerken das Leid anderer Menschen gar nicht mehr. Die Szenen in der Bahn sollen verschiedene Gefühle ausdrücken, wie die gefühlte Einsamkeit in der vollen Bahn. Man schaut hinaus und möchte auf der Stelle weg. Ein Gefühl der Flucht und ein Traumzustand. (Deshalb die Szenen zwischen den Bahnszenen) Lichterszenen und ähnliche deuten ebenfalls auf die Abwesenheit des Individuums. Der Wunsch weg zu sein, etwas Neues zu erleben, nicht mehr allein zu sein. Ein Funken Hoffnung. Man fragt sich nur wohin, überall sind Menschen, und überall ist es das gleiche Gefühl. Die Lichter deuten aber auch auf die schönen kleinen Dinge, die kommen und gehen (aufleuchten und verschwinden), nur ist es einem nicht bewusst und wird anhand der Lichter dargestellt. Einsamkeit in der Großstadt. Eine innerliche Krise, die für jeden anders definierbar ist. Bemerkung: Die unscharfen Szenen (Makro-Funktion) stehen für die Sicht des Individuums. Die Sicht des Betrachters.