Machinima-Special
Spielen gehört zum Menschen wie Essen und Trinken. Einen Großteil unserer motorischen und kognitiven Fähigkeiten erlernen wir spielerisch. Dazu gehört inzwischen auch das Spielen am und um den Computer. Jenseits stupider Gewaltspiele hat sich eine bunte Szene etabliert, die Computerspielen eher als digitalen Sandkasten, denn als Spiel mit festen Regeln begreift.
Das up-and-coming Int. Film Festival präsentiert gemeinsam mit der Initiative Creative Gaming ein Machinima-Special. Machinima – das Wort setzt sich zusammen aus machine, animation und cinema und bezeichnet Filme, die in den virtuellen Weiten von Computerspielen gedreht werden.
Mit drei Elementen wird das Thema während des up-and-coming Festivals vorgestellt:
Interaktive Präsentation & Talk
Auf der Talkbühne des Festivals werden Experten in einer interaktiven Präsentation erklären, wie man ein Ballerspiel in eine Komödie verwandelt und wie aus einem Laptop und einem Fernseher ganz schnell ein virtuelles Puppentheater wird. Außerdem geben Filmemacher verschiedener Genres einen Überblick darüber, wie sich Filmemachen in den vergangenen Jahren verändert hat und sich zukünftig wohl entwickeln wird.
Machinima-Lab
Was Spiele heutzutage bieten, wenn man Sachen versucht, die nicht im Handbuch stehen, wird das up-and-coming-Publikum selbst ausprobieren können – während der Präsentation und auch danach an den Probierstationen in der Zwischenetage des CinemaxX. Dort helfen die Experten dann gerne dabei, den ersten eigenen Machinima-Film entstehen zu lassen.
Showroom
Wer Präsentation und Talk verpasst hat, ist zwar arm dran, muss aber nicht leer ausgehen: Im Showroom auf der Zwischenebene kann es sich jeder Interessierte bequem machen und sich an zwei Displays von einer Auswahl sehenswerter Machinima-Filme inspirieren lassen. Und wer will, erfährt hier noch eine Menge mehr über die Initiative Creative Gaming…
Das Machinima-Special wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Initiative Creative Gaming
Das Ziel der Initiative ist es, einen alternativen, künstlerischen Umgang mit Computerspielen zu fördern. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Computerspiele umfangreich und intelligent in die Bildung integriert wird. Außerdem fordert sie eine differenzierte Diskussion, die sich nicht auf Suchtpotential und Gewaltdarstellung von Spielen beschränkt.
Die Menschen hinter der Initiative „Creative Gaming“ gehören zur ersten Generation, die mit Computerspielen erwachsen wurde. Kreative, Spieler, Medienproduzenten und -pädagogen vernetzen hier ihre Arbeit. Mit Workshops an Schulen, Beiträgen zur öffentlichen Debatte und einem internationalen Festival wollen sie das kulturelle und kreative Potential des Spielens freisetzen. Und den Gedanken fördern, dass Computerspiele keine in sich geschlossenen Konsumgüter, sondern prall gefüllte digitale Werkzeugkisten sind, deren Möglichkeiten wir gerade erst entdecken.
up-and-coming ist Mitglied der Initiative ‚Creative Gaming’.
Machinima-Special-Team:
Klaus Neumann – Hamburg
Dokumentarfilmer, Diplom-Mediengestalter und Autor, Jahrgang 1979, wächst nicht nur mitten in die Wendezeit, sondern auch in eine erwachsen werdende Computerspiel-Kultur hinein. Er gründete ein Portal für die Game-Filmemacher-Szene in Deutschland und arbeitet an einem Printmagazin für digitale Kunst und Kultur (SCEEN). Seine Filme liefen u.a. auf der Transmediale Berlin, beim Concentra Award in Brüssel, dem Festival Nemo Paris, dem Golden Award of Montreux in der Schweiz und dem Cronograph Festival in Moldawien.
Andreas Kirchhoff - München
Dipl.-Sozialpädagoge, Jahrgang 1969, freier Autor und Medienpädagoge in München; Fachartikel, Workshops und Vorträge zur Rolle von Computerspielen in Lernprozessen und zu anderen medienpädagogischen Themen; entwickelt Spielkonzepte und ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Bildschirmspiele und Schule“ des Spielraum - Institut zur Förderung von Medienkompetenz der FH Köln; bis 2006 hat er als Projektkoordinator beim JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis eine Reihe von Veranstaltungen und Festivals organisiert.

