Der 'Deutsche Nachwuchsfilmpreis 2007' geht an

Auszeichnungen bei up-and-coming

Am Sonntag, 25. November 2007, wurden in Hannover der 'Deutsche Nachwuchsfilmpreis 2007', der 'Schülerfilmpreis des BDK (Fachverband für Kunstpädagogik), die 'Fliegende Kamera' und der 'International Young Film Makers Award 2007' vergeben.
'Deutscher Nachwuchsfilmpreis 2007':
'Grenzgebiet – Spiritual healing' von Lisei Caspers (* 1983) aus Großefehn;
Jurybegründung:
"Eine Dokumentation im besten Sinne. Die Regisseurin
ist losgezogen, hat gesucht und hat gefunden... Die Neugier der 22jährigen hat uns beeindruckt. Wir wollen sie mit dem Preis nachdrücklich ermutigen, weiter Fragen zu stellen."
'Kids in black – der sonderbare Stein' von Richard Lamprecht (* 1993) aus Dresden; Jurybegründung:
" KINDS IN BLACK führt uns zurück zu den Ursprüngen
des Filmemachens, zur Lust am spielen, am inszenieren..."
'Kopfgeburtenkontrolle' von Jan Riesenbeck ( * 1985) aus Hagen; Jurybegründung:
"KOPFGEBURTENKONTROLLE erfüllt all das, wofür
up-and-
coming einst gegründet wurde. Der Film ins einfallsreich, ungewöhnlich humorvoll, schlau, provokativ, eigenwillig..."
Der 'Deutsche Nachwuchsfilmpreis 2007' ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Preisstifterin ist Bundesbildungsministerin Dr. Schavan. Die Auszeichnung geht außerdem mit einer Produzentenpatenschaft einher. Die ersten Patenschaften übernehmen Regina Ziegler, Peter Rommel und Volker Engel.
'Schülerfilmpreis des BDK':
Ausgezeichnet wird die Schulklasse 4c der Grundschule Grimselweg (Hannover) für die beiden Filme 'Where are you little kangaroo' und 'The magic ball'. Jurybegründung:"Beide Filme haben uns sehr beeindruckt und poesievoll
unterhalten... Dabei spiegeln die fertigen Filme die Liebe und den Enthusiasmus wieder, mit denen sie gemacht wurden..."
Der 'Schülerfilmpreis des BDK' wird in diesem Jahr zum ersten Mal im Rahmen von up-and-coming vergeben; er ist mit 1.000 Euro dotiert.

Der 'International Young Film Makers Award 2007'geht an:

'Continuum' von Anand Gandhi und Kushboo Ranka (*1985) aus Indien
Jurybegründung:
'Ein Film, der 5 schwere Themen auf ein sehr leichte, unterhaltsame Art und Weise erzählt. Der Film behält immer seinen humoristischen und liebenden Blick auf die Menschen, ohne sie oder ihre Kultur bloßzustellen. Und schlussendlich ergeben die einzelnen Fäden ein Ganzes.'
'Lovers Lover' von Mak Hei Yan (*1984) aus Hong Kong
Jurybegründung:
'LOVERS LOVER ist ein hochinnovativer Kurzfilm, dessen brilliant verdichtete Story auch einen Spielfilm hätte füllen können. Ein Hongkong Portrait entfremdeter Young Urban Professionals, welches zu der Einsicht kommt, daß die alles miteinander verbindenden Mobiltelefone auch in der Lage sind, Kommunikationswege und damit verbundende Liebesbesziehungen zum Stillstand zu bringen.'
'Mirror and Water' von Bijan Zampanpira (* 1979) aus dem Iran
Jurybegründung:
'Der Film wird ausgezeichnet wegen seiner Komplexität und Schönheit in der Behandlung des Zeitlichen, des Räumlichen und der Einschreibung des Imaginären in das Reale. Der Preis gilt seiner Frische in der Annäherung an soziale Themen und dem innovativen Diskurs im Bezug auf sich selbst. All dies wird auf dem Wege des Humors und der liebevollen Ironie vermittelt.'
'Fliegende Kamera' der kestnergesellschaft Hannover:
'Adjustment' von Ian Mackinnon (* 1980) aus Großbritannien
Jurybegründung:
'Der Film beweist eine meisterhafte Beherrschung des Animationshandwerks und erzählt eine Trennungserfahrung auf sehr persönliche Weise. Verschiedenste Techniken der Animation vom rein Zeichnerischen über das Daumenkino bis zu den fotografischen und elektronischen Medien werden beiläufig, aber oft auch irritierend in reale Szenen einbezogen.'
Eine Lobenden Erwähnung erhielten:
'Procrastination' von Johnny Kelly (*1980) aus Großbritannien
Jurybegründung:
'Der brilliant animierte Kurzfilm ironisiert die höchst menschliche Tendenz, sich durch tausend Nebensächlichkeiten vom wirklich Wichtigen abhalten zu lassen.'
'Their Circumstances' vonJiHyun Ahn (*1980) aus den USA
Jurybegründung:
'JiHyun Ahn erzählt eine tragisch-komische Geschichte  in Form eines interaktiven Webmenüs, jedoch in einem handgezeichenten Interface. Auf humorvolle Weise wird hier der Kreis zwischen alten und neuen Animationstechniken geschlossen.
'Leila' von einer Gruppe (*1977) aus Belgien
Jurybegründung:
'Unter den jüngsten Teilnehmern des Festivals ist eine Gruppe von Kindern aus Belgien und Burkina Faso mit einem Animationsfilm. Seine einfache, auf den ersten Blick kindliche Geschichte ist beklemmend nahe an der sozialen Realität des afrikanischen Landes.'