Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis wird seit Dezember 2005 alle zwei Jahre als gläserner Filmkomet dotiert mit einem Preisgeld bei up-and-coming vergeben.
Eine namhaft besetzte Jury prämiert je eine Arbeit in den Altersgruppen bis 16 Jahre, 17 bis 22 und 23 bis 27 Jahre in der Kategorie Regie.
Um die Ausrichtung und das Ziel dieses Nachwuchsfilmpreises zu schärfen als auch die Nachhaltigkeit der vergebenen Auszeichnung erfahrbar zu machen, stehen für die drei Preisträger Paten aus den Bereichen Schauspiel, Produktion und Regie zur Verfügung.
Jeder Pate ist bereit, seinem Schützling ein Feedback auf ein neues und noch nicht begonnenes Filmkonzept und zu Möglichkeiten der Realisierung zu geben. Diese Patenschaft wird in Form eines Online-Tagebuches durch den Preisträger dokumentiert und spätestens beim nächsten up-and-coming Filmfestival 2009 bilanziert.
Die Paten für die Preisträger 2007
Peter Rommel (Jahrgang 1954) gründete 1993 seine in Berlin ansässige Produktionsfirma. Zu den bekanntesten Produktionen der ‚Peter Rommel Filmproduktion’ gehören die Filme, die er gemeinsam mit Regisseur Andreas Dresen produziert hat: „Nachtgestalten“, „Halbe Treppe“ und „Sommer vorm Balkon“. Zweimal gewann er mit diesen Filmen bei der Berlinale den Silbernen Bären. Im Mai 2007 gründete Peter Rommel zusammen mit dem Berliner Konzern Odeon und dem Filmemacher Thomas Häberle die Produktionsfirma ‚Waterfall Productions’, die ihren Sitz in Hannover hat.
„Junge, talentierte Menschen benötigen oft eine Art ruhenden Pol im Hintergrund, einen klassischen Libero, der ihnen den befreienden Pass nach vorne spielen kann – damit sie ihr Talent voll entfalten können. Diese Position liegt mir.“
Regina Ziegler (Jahrgang 1944) zählt zu den produktivsten und erfolgreichsten deutschen Produzentinnen. Ihre in Berlin ansässige Produktionsfirma hat sie im Alter von 29 Jahren gegründet. Insgesamt produzierte sie über 400 Spielfilme, Fernsehfilme, Mehrteiler, Serien und Dokumentationen. Das international agierende Unternehmen ist ein konzernunabhängiger Familienbetrieb. Geschäftsführerin ist neben Regina Ziegler auch ihre Tochter Tanja Ziegler.
Regina Ziegler wurde u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Deutscher Filmpreis,
dem Grimme-Preis, der Berlinale Kamera und dem American Cinema Foundation Award ausgezeichnet.
„Wir haben alle mal klein angefangen und wenn man keine Hilfe gehabt hat, weiß man, was das bedeutet. Deshalb stelle ich mich gerne zur Verfügung“.
Volker Engel (Jahrgang 1965) gründete 1999 in Los Angeles mit seinem deutschen Kollegen Marc Weigert die Produktionsfirma ‚Uncharted Territory’. Ihr erster Spielfilm "Coronado" von Claudio Fäh (Teilnehmer bei up-and-coming 1995 mit dem Film ‚Virtual Reality’) wurde Anfang 2003 weltweit in 44 Länder verkauft.
Engel war als Visual Effects Supervisor in Zusammenarbeit mit Regisseur Roland Emmerich seit 1988 u.a. an folgenden Kinofilmen beteiligt: "Independence Day", "Godzilla", "Universal Soldier" und "Moon 44". Für seine Arbeit an "Independence Day" erhielt er neben vielen anderen Auszeichnungen 1997 als erster Deutscher in der Filmgeschichte den Oscar für die besten visuellen Effekte.
Volker Engel ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, der European Film Academy, der British Academy for Film and Television Arts und der Academy of Television Arts and Sciences und erhielt im Alter von 33 Jahren für seinen Einsatz um den deutschen Filmnachwuchs das Bundesverdienstkreuz.
Zusammen mit Marc Weigert wurde er im August 2006 für die visuellen Effekte des TV-Dreiteilers "The Triangle" mit einem Emmy ausgezeichnet.
Volker Engels erster Film war der Animationsfilm ‚Das Wüstenrennen’, der auf dem ‚Ersten bundesweiten Schülerfilmfestival’, dem späteren ‚up-and-coming’ im Januar 1982 in Hannover gezeigt wurde.
"Ich übernehme die Patenschaft, weil das Festival up-and-coming vor 25 Jahren für mich zu einem Karriere-Sprungbrett wurde. Die Gelegenheit, seine Filme zum ersten Mal einem interessierten Publikum zu präsentieren und dabei noch Gleichgesinnte kennen zu lernen, hat mir damals Mut gemacht, das Filmemachen als Beruf anzuvisieren. Davon gebe ich gerne etwas zurück. Mir macht es Spaß. junge Talente bei den ersten Schritten in die wunderbare Welt des Filmemachens zu helfen, vor allem in diesem internationalen Rahmen von up-and-coming."


