Jury

Festival 2007

Hundefutter

Hundefutter

Till Kleinert

2007 - 16mm - 15 min - de

JURY im deutschen Wettbewerbsprogramm

Dr. Stefan Sporn

Leitung Business Affairs & Dubbing
RTL Television GmbH

STECKBRIEF
Dr. Stefan Sporn ist gebürtiger Hannoveraner. Bereits während seines Studiums arbeitete der heute 37jährige als Journalist; teilweise hauptberuflich, teilweise nebenberuflich, im In- und im Ausland, für Tageszeitungen, Agenturen, Hörfunk. Schließlich drehte er als Redakteur und Autor einige Jahre Dokumentationen und Reportagen für öffentlich-rechtliche Sendern (ZDF, 3sat und arte). Im Jahr 2000 ging er zum WDR als Medienjurist in die Rechtsabteilung. Doch bereits nach kurzer Zeit wechselte er zu RTL Television als strategischer Unternehmensentwickler. Seit 2003 ist er Leiter "Business Affairs & Dubbing" des Kölner Senders und u. a. zuständig für die Synchronisationen, den Einkauf von Filmen, Serien und Dokumentationen, die Programmzulieferung und Produktion von Unterhaltungsformaten für SuperRTL. Der promovierte Jurist ist außerdem Spezialist für Medienrecht. Dieses Fach lehrt er auch an der Universität Mainz und an der Verwaltungshochschule Speyer als Gastdozent und berät hierin nebenberuflich als Anwalt die Kölner Kanzlei Willers Müller-Römer Kunze & Partner.

Georg Georgi

Das Imperium Management GmbH
Schauspieleragent und Teilhaber von Y.E.A.H. Filmkraftwerk

STECKBRIEF
1965 geboren – nicht in Absurdistan, dafür in Jena/Thüringen in der DDR, ein ehemaliger also. Aufgewachsen im Plattenbauviertel Neulobeda/Ost, habe ich nach verschiedenen abgebrochenen Versuchen einen weiteren eigenen Versuch gestartet: Ich zog aus der elterlichen Wohnung in meine erste WG.

Die Auseinandersetzung mit der Forderung meiner Eltern, doch etwas "Vernünftiges" zu machen, setzte sich fort und so habe ich eine Lehre als Werkzeugmacher trotz einigen Ärgers erfolgreich rumgekriegt. Zurück, und das wusste ich wenigstens am Ende, wollte ich nie wieder in diese Werkhallen des damaligen VEB Carl Zeiss Jena. Die Flucht nach vorn hieß erstmal in einer Frauenbrigade nähen lernen, am Ende Mechaniker für Campingmöbel zu sein.

Der Aufforderung, mich zum Wehrdienst zu melden, entzog ich mich durch Verweigerung und stellte Antrag auf Ausreise in den Westen. Ich verlor meine staatsbürgerlichen Rechte in der DDR, gewann Selbstvertrauen und war achtzehn.

Zeit, sich einem Eignungstest an einer staatlichen Ballettschule zu stellen. Man wollte den Versuch der Komprimierung einer 5 jährigen Ballettausbildung auf drei Jahre u. a. an mir ausprobieren. Somit war ich mit fast 19 und ohne jemals einen Spagat hinbekommen zu haben, an der staatlichen Fachschule für Tanz in Leipzig angenommen und sah einer Ausbildung als Tänzer entgegen. Ich wurde reintegriert, konnte nun Spagat und war nach drei Jahren staatlich geprüfter Bühnentänzer, der endlich gefunden hatte, was er machen wollte und doch beraubt der Illusion des Kinofilms "Fame – Der Weg zum Ruhm" war.

So ging ich als Tänzer nach Berlin, die Stadt, die mich schon immer angezogen hat. Es war kein traumhafter Einstieg, den ich hier als Tänzer am Tanzensemble der DDR hatte, aber zumindest bewahrte mich das vor einer erneuten Einberufung zur Armee.

Dann fiel die Mauer und ich war live als Spaziergänger dabei. Danach musste sich vieles erstmal für mich neu finden. Ich überbrückte diese Zeit mit Tänzerjobs u.a. in solchen, schon fast legendären, Samstagabendshows wie "Glück muss man haben", die als Auslaufmodell im sich auflösenden DDR-Fernsehen liefen. Dabei wurde mir klar, ich war wieder da, wo ich schon einmal war. Ich wusste wieder, was ich nicht mehr machen wollte.

So nahm ich eine Offerte an und war von jetzt auf gleich Booker in der neu gegründeten Agentur "Berlin Models". 5 Jahre Models, Models, Models und der inzwischen größte Modellwettbewerb "Das Gesicht..", für den ich von der Pressearbeit, über das Casting, bis hin zur Musik alles machte und so erstmals in Kontakt mit den Großen des Showbusiness kam. Es war ein neues Feld, auf dem ich mit anfangs wackeligen Beinen laufen lernte. Dann änderte sich das Konzept und die Umgangsformen, und ich wollte nur noch dort weg - am besten so weit wie möglich... nach Südafrika...???

Wie im Märchen stand da plötzlich der Mann mit der neuen Alternative und Geld vor mir. Seine Frau, ich und die Brüder Mut und Wahnsinn - so starteten wir im Juli 1995 den gemeinsamen Versuch einer ersten eigenen Firma. Die Agentur M4 Models, Movies, Management GmbH in Berlin. Zum Wahnsinn kam Grössenwahn, und ein Vierteljahr später entstand unsere zweite Firma, die M4 Models GmbH in Hamburg. So ging es munter weiter. Ein Jahr später gründeten wir mit einer weiteren Partnerin M4 Motion Pictures GmbH in Berlin. So machte ich meine ersten Erfahrungen als freier Unternehmer. Die Zeit verging, und meine Partner und ich hatten uns visionär auseinandergelebt. Es musste etwas Neues her.

So habe ich Anfang April 2000 die Firma M4 Management GmbH in Das Imperium Management GmbH umbenannt und in Berlin weiter gemacht.

Hinzu kam – und das ist überhaupt das Größte- seit Juli 2000 bin ich Vater einer kleinen Königin, die mir wie ein Schmetterling auf die Hand geflogen ist. Im Sommer 2007 folgte der zweite Schmetterling.

Mirjam Weichselbraun

Steckbrief

Mirjam Weichselbraun: geb 27.9.1981 Innsbruck

Grundschule, Akademische Gymnasium
1998 Wechsel ins Abendgymnasium und Praktikum bei Radio Antenne Tirol
Sprechunterricht und Wechsel zu Tirol TV (Redaktion und Moderation)

2001 VIVA + / Köln
2002 bis laufend : MTV / München und Berlin
Bei MTV div. Shows wie Street Life, Travel und Trend, Blind Date, Chart Show und News
Und tägliche Live Show Select MTV und TRL
Derzeit für MTV Events wie Rock am Ring, Campus Invasion, Designerama, EMA’s
2003 bis laufend: ZDF/ Interviews mit den Gästen „Wetten dass“
2004 bis laufend: ORF / Moderation von Hauptabendshows wie „Expedition Österreich“/ Life-Ball 05/06/07
Song 05/, Dancing Stars ( „Strictly come Dancing“ bereits 3 Staffeln, 4.folgt – Höchstquoten bis zu 58% Marktanteil)
Top Spot Gala und Programmpräsentationen, im Oktober 07 „Kiddy Contest“
2006 RTL/ Hauptabendshow / Dancing on Ice

2006 PRO7/ORF Märchenstunde – Hauptrolle in „Frau Holle“
2006 ORF/Arte 5-teilige Fernseh-Filmreihe „mutig in die neuen Zeiten“ Nebenrolle(Ausstrahlung 26.10.07)
2007 ARD/ORF Film „die Rosenkönigin“ Hauptrolle mit Maximilian Schell (Ausstrahlung 4.10.07)
2007 SAT 1 – Film „Untergang der DDR“ (Nebenrolle)

2003 Hörbuch „Gossip Girl“
2005 Hörbuch „ letzte Tage jetzt….“
2006 Hörbuch „der Teufel trägt Prada“

Testimonial und Werbespot für „Funny frisch“
Testimonial und Werbespots für „INTERSPAR“

Diverse Gast-Moderationsauftritte bei div. Sendern und unzählige OFF-Air Moderationen

Anna Fischer

Steckbrief

Geboren am 18. Juli 1986 in Berlin. Bereits mit elf Jahren beginnt sie Texte und Songs zu schreiben und gibt Live-Auftritte mit ihrer Band (ihr erstes Album mit ihrer Band „PANDA“ erscheint noch in diesem Jahr), wo sie im Alter von 16 Jahren von Hans-Christian Schmid entdeckt und von ihm auch gleich in seinem Film „Lichter“ mit einer kleinen Rolle besetzt wurde.

Es folgt eine erste Episodenhauptrolle in der Erfolgsserie „Berlin, Berlin“ (Regie: Franziska Meyer-Price) sowie u.a. Auftritte in diversen TV-Serien wie auch Hauptrollen in zwei Kurzfilmen der Filmakademie Baden-Württemberg: Lars Kreyßigs „Müssen Engel fliegen“ (2004) und „Schwarze Erdbeeren“ (2005) von Nikias Chryssos. Ebenso spielte sie u.a. in einer europäischen Koproduktion „Price of Things“ (Regie: Gerard Stembridge), in Till Endemanns TV-Film „Kometen“ und Bernd Langes Kurzfilm „Bomben auf Berlin“.

In Jeanette Wagners Film „Liebeskind“ spielt sie die erste große Hauptrolle und wird mit dem MAX OPHÜLS PREIS als beste Nachwuchsdarstellerin 2006 ausgezeichnet.

Zuletzt stand Anna Fischer für den 2- Teiler „Teufelsbraten“ (Regie: Hermine Huntgeburth) in einer Hauptrolle vor der Kamera und unter der Regie von Christian Görlitz für den Kinofilm „Fleisch ist mein Gemüse“.

Aktuell ist Anna Fischer für den 2-Teiler „Am Tag an dem die Mauer fiel“ (Regie: Thomas Berger) in der Rolle der Jule Hofmann besetzt.

Anna Fischer ist die diesjährige Gewinnerin der GOLDENEN KAMERA als beste Nachwuchsdarstellerin (Lilli Palmer und Curd Jürgens Gedächtniskamera).

Bastian Clevé

STECKBRIEF

1969 begann Clevé seine Filmemacher-Karriere, zunächst mit Kurzfilmen, ab 1979 auch mit Langfilmen. Er zeichnet für über 40 Kurzfilme verantwortlich (davon 13 mit dem höchsten Prädikat „Besonders Wertvoll“, 15 mit dem Prädikat „Wertvoll“ ausgezeichnet), darunter „LICHT-BLICK“ (1976, BMI-Prämie), „EMPOR“ (1978, Deutscher Filmpreis), „AM WEGERAND“ (1979, Deutscher Filmpreis). Seine Filme „SCHAU INS LAND“, „DIE REISE“, „WINTERLAND-SCHAFT“, „FATEHPUR SIKRI“, „LABYRINTH“, „ZENITH“, „KASKADEN“ und „ECHO“ erhielten zahlreiche Preise auf internationalen Filmfestivals, u.a. auf dem Chicago Film Festival, Houston Film Festival, Baltimore Filmfestival, Knokke. Seit 1979 ist Bastian Clevé auch Regisseur und Produzent von Langfilmen, darunter „SAN FRANCISCO ZEPHYR“ (Preis der Filmkritik Hyères 1977), „DER DEUTSCH-LANDFAHRER“ (1978, BMI-Drehbuchprämie), „EXIT SUNSET BOULEVARD“ (1979, BMI-Drehbuchprämie, „Besonders Wertvoll“, mit Rüdiger Kuhlbrodt, Azizi Johari, Elke Sommer), „DER SHERIFF AUS ALTONA“ (1983, ZDF Kleines Fernsehspiel), „DAS BLINDE GLÜCK“ (1986, ZDF Kleines Fernsehspiel, mit Curt Lowens), „DIE REISE AUS DEM 23. JAHRHUNDERT“ (1988, mit Linnea Quigley) und „WINTERREISE IM JAHRE EINS“ (1992, ZDF Kleines Fernsehspiel).

Für die Firma EAGLE ROCK FILM & TV PRODS, Los Angeles, war Bastian Clevé 1983-1990 in unter-schiedlichen Funktionen tätig. Er stellte als Regisseur und Producer 8 Folgen der ZDF-Reihe „MELODIE EINER STADT“ in Südamerika und Kanada für Katharina Trebitsch/Objektiv-Film, her, arbeitete für die Produktion „BAGDAD CAFE / OUT OF ROSENHEIM“ (mit Marianne Sägebrecht, Jack Palance) sowie „NIGHT-CHILDREN“ mit DAVID Carradine, Nancy Kwan und Griff O’Neal.

Bastian Clevé ist seit 1991 Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg, wo er die Studienrichtung „Produktion“ inhaltlich und organisatorisch aufbaute und bis heute leitet.

 

Seine Kinofilm-Produktion „SO WEIT DIE FÜSSE TRAGEN“ (2001) gehört zu den aufwändigsten deutschen Kinofilmproduktion der vergangenen Jahrzehnte und wurde ein welt-weiter Erfolg. In seinen neun öffentlich-rechtlichen Fernsehausstrahlungen seit 2003 hat der Film knapp 20 Millionen Zuschauer erreicht, es wurden in der BRD ca. 145.000 Videos/DVDs verkauft, er wurde in 29 Ländern weltweit angekauft.

JURY im internationalen Wettbewerbsprogramm

Solange Oliveira Farkas

(São Paulo)

Leiterin des International Electronic Art Festival VideoBrasil (São Paulo); Direktorin des Museum of Modern Art, Salvador (Bahia).

 

  

Prof. Uli Plank

(Braunschweig)

Leiter des IMF (Institut für Medienforschung) an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig, Professor für Multimedia/Gestaltung. Dozent für Film- und Videoproduktion, Filmgeschichte und Kinematographie an verschiedenen Institutionen.

Dennenesch Zoudé

(Berlin und Monaco)

In Addis Abeba, Äthiopien geboren, lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr mit ihren Eltern in Deutschland. Schauspielstudium in New York. Haupt- und Nebenrollen in TV-Serien, Fernsehfilmen sowie deutschen und amerikanischen Kinoproduktionen.

Caspar Stracke

New York / Pusan (Süd-Korea)

Videokünstler. Lebt und arbeitet seit 1993 in New York. Seine Videoarbeiten und Installationen wurden u.a. präsentiert im MoMa und The Whitney N.Y., ZKM Karsruhe, ICC Japan, Yerba Bueno S.F., Rena Sofia Madrid. Aktives Mitglied bei THE THING, ein Nexus für Internet Kultur, in New York. Seit 2005 Co-Direktor des video_dumbo Art Festivals, Brooklyn. Gastprofessor für Information Design an der Ulsan University in Pusan (Süd-Korea).

www.videokasbah.net