CITYZOOMS ist ein Projekt des up-and-coming Int. Film Festival Hannover, das im Mai 2000 und im Oktober 2006 in Hannover und im Mai 2003 in Bremen durchgeführt wurde.

CITYZOOMS Hannover, 11.-17. Mai 2000
Kuratoren aus 12 Weltstädten haben exklusiv für CITYZOOMS ein Programm mit Kurzfilmen junger Filmemacher aus ihrer Stadt zusammengestellt: Experimentalfilme, KurzSpielfilme, Dokumentationen, Animationen. Filme, die das Lebensgefühl in diesen Städten fokussieren: Bangkok, Hongkong, Los Angeles / San Francisco, Manila, New York City, Beijing, Rio de Janeiro / São Paulo, Seoul, Stockholm und Tokio. Diese Filmprogramme wurden in 10 KinoTainern auf dem Steintorplatz in Hannover präsentiert.
Zusammen mit den Kuratoren kamen zwei junge Filmemacher aus jeder MegaCity nach Hannover, um in einer Nachwuchswerkstatt einen 1minütigen Videofilm (videoMinute) vorzustellen, den sie über ihre Stadt gedreht hatten. Während ihres Aufenthaltes in Hannover drehten sie einen 1minütigen Videofilm über Hannover.
Unter den teilnehmenden Filmemachern waren u.a. heute so renommierte Filmkünstler wie Yang Fu Dong (Dokumenta 11 Teilnehmer) aus Beijing, Boonsong Nakphoo und Prabda Yoon ( erfolgreichste Drehbuchautoren Thailands) aus Bangkok.

CITYZOOMS Bremen, 2.-11. Mai 2003
Kuratoren aus 10 Weltstädten hatten exklusiv für CITYZOOMS ein Programm mit Kurzfilmen junger Filmemacher aus ihrer Stadt zusammengestellt: Experimentalfilme, KurzSpielfilme, Dokumentationen, Animationen. Filme, die das Lebensgefühl in diesen Städten fokussieren: Barcelona, New York City, Tokio, Shanghai, Porto, Los Angeles, Montevideo, Sankt Petersburg, Seoul, Bremen.
Diese Filmprogramme wurden in 10 Übersee-Containern auf dem Platz vor dem Übersee-Museum in Bremen präsentiert.
Zusammen mit den Kuratoren kam ein junger Filmemacher aus jeder MegaCity nach Bremen, um ieinen 1minütigen Videofilm (videoMinute) vorzustellen, den sie/er über ihre Stadt gedreht hat. Während ihres Aufenthaltes in Bremen drehten sie einen 1minütigen Videofilm über Bremen. Renommierte Filmmusiker der Stadt komponierten den Soundtrack zu jeder VideoMinute.

CITYZOOMS Hannover, 2.-6. Oktober 2006
Hannover im Zoom
Von Tokio bis Kairo, von New York bis Buenos Aires – 12 der weltbesten jungen internationalen Film- und Videokünstler kamen zu einer einzigartigen Filmproduktion nach Hannover.
Gemeinsam mit 12 ausgewählten deutschen Nachwuchs-Filmemachern durchstreiften sie an fünf Tagen die Stadt und machten aus ihren Inspirationen kurze Filme.
Worauf zoomten die 12 Teams? Was ist in ihren Fokus geraten? Welche Rolle spielten dabei die unterschiedlichen Kulturen der Filmemacher?
Für CITYZOOMS  bekam jedes Team ein eigenes Stück Stadt zugeteilt– einen Zoom, den es durchquerte, von dem es sich inspirieren ließ.
Diese Zooms zerlegten die Stadtfläche von Hannover in zwölf völlig neue Abschnitte.
Im Verlauf von CITYZOOMS entstanden 12 Kurzfilme mit einer Länge von jeweils 3 Minuten– Geschichten, kurze Wahrnehmungen, Stadtsplitter...
Die Filme wurden bei ihrer Welturaufführung am 6.Oktober 2006 in Hannover dem Publikum präsentiert.
Alle Filme sowie eine Dokumentation stehen als DVD zur Verfügung (Vertrieb: kopaed verlags gmbh). Das Projekt demonstriert, wie interkulturelle Zusammenarbeit ablaufen und transferiert werden kann.
CITYZOOMS ist eine Intiative von up-and-coming Int. Film Festival Hannover und wird im Rahmen des Projektes film>>up vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft gefördert.
Die Filmemacher
Rajat Nagpal, Bombay / Birk Posseker, Leipzig
Ido Fluk, New York / Milian Kapen, Wiesloch
Liang Yue, Shanghai / Figen Ünsal ,Hildesheim
Mariana Kadlec, Sâo Paulo / Thore Schwemann , Hamburg
Ioana Joca, Bukarest / Tobias Lohmann, München
Natascha Mikhaylova, St. Petersburg / Markus Kreuz, Nürnberg
Francis Théberge, Montréal / Yannik Lüdemann, Hamburg
Sompot Chidgasornpongse, Bangkok / Nika Shek, Kiel
Federico Lamas, Buenos Aires / Julia Vogel, Berlin
Mostafa Youssef, Kairo / Max v. Armansperg, Furth im Wald
Okie Chieko, Tokio / Jennifer Brei, München
Pedro Lino, Porto / Bora Bidik, Hannover

Reports der deutschen Filmemacher_06 (Ausschnitte)
Nika Shek (Kiel), ZOOM_02
'Es war wunderbar! Ich habe zum ersten Mal einen Film zusammen mit jemandem gemacht, der aus einem anderem Land kommt und eine andere Mentalität hat. Ich hab nie gedacht, dass es so leicht und angenehm sein kann.
Bei der Dreh- und Schnittarbeit haben wir gemerkt, dass zwei sehr verschiedene Leute sehr ähnlich sehen und fühlen können.
Gefallen hat mir eigentlich alles! Besonders das Teamgefühl! Es kam nicht nur von den Teilnehmern, sondern vor allem von den Organisatoren. Die waren selbst sehr gespannt und das hat uns sehr geholfen.'
Julia Vogel (Berlin), ZOOM_03
'Es war wirklich ein tolles Erlebnis: mit jemandem einen Film zu machen, den man vorher noch nicht kannte und dessen Kultur und Sichtweise man erst herausfinden musste. Natürlich ist es nie so in die Tiefe gegangen, aber man hat einen interessanten Einblick bekommen (glücklicherweise auch von den anderen Teilnehmern), der einem etwas von der Abstraktheit dieser "unbekannten" Länder unserer Welt genommen hat. Ich denke, CITYZOOMS könnte man überall realisieren, in einer Großstadt, in einem kleinen Dorf. Die Filme werden immer sehr unterschiedlich ausfallen und dieses Erlebnis wird auf jedem Fall im Gedächtnis bleiben.'
Jennie Brei (München), ZOOM_08
'Wir waren das einzige Team mit drastischen sprachlichen Barrieren und waren zu Beginn, mangels fehlender Englischkenntnisse meiner Partnerin Oki Chieko, noch nicht einmal fähig, uns über einfachste Dinge zu unterhalten. So hatte ich am ersten Tag noch sehr stark mit meiner Enttäuschung darüber zu kämpfen, wie eine Teilnahme für Oki unter diesen Bedingungen überhaupt möglich gewesen sein konnte. Eine Bewältigung der gestellten filmischen Aufgabe innerhalb der drei Tage schien mir unter diesen Vorraussetzungen zunächst nicht möglich. Dieses Gefühl wich jedoch nach der Vorführung ihres eigenen Films am ersten Abend einem anderen, der mentalen Verbundenheit und selben ästhetischen Wellenlänge. Auf dieser Basis schafften wir es tatsächlich, die kommenden Tage, fast nonverbal ein gemeinsames Konzept unserer beider Ideen umzusetzen, mit dem wir letztendlich beide sehr zufrieden sind.'
Birk Possecker (Leipzig), ZOOM_12
'Das uns zur Verfügung stehende Equipment war sehr gut.
Durch die langjährige Arbeitserfahrung meines Partners war er mir um einiges voraus und somit nahm er erst einmal die Zügel in die Hand. Aber mit der Zeit habe auch ich meine Ideen in die Tat umsetzen können. Beim Schneiden waren wir uns relativ einig. Auch hier hat Rajat eher das Ruder in die Hand genommen. Doch wir hatten im Vorfeld alles genau besprochen.
Sehr gut hat mir die Teamzusammensetzung gefallen. Es waren sehr viele interessante Leute dabei. Auch den internationalen Touch fand ich toll!'
Unten (im Uhrzeigersinn): Nina Sheck, Julia Vogel, Birk Posseker und Jennie Brei